unsere Behandlungszeiten
Montag - Freitag: 7.00 - 20.00 Uhr
Samstag: 8.00 - 12.00 Uhr

           
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Prophylaxe

Sie finden bei uns spezielle Prophylaxeräume mit integriertem Dentalhygieneshop, in welchem wir auch ausgewählte und geprüfte Produkte empfehlen und verkaufen.
Diese Einrichtung trägt einen eigenen Namen "Die Zahnpflege- Dentalhygieneshop" und wird von Frau Melanie Prinner und Frau Jennifer Luppert betreut.
 

Unsere Philosophie zur Vorbeugung

Wir bieten hier ein vollkommen autark funktionierendes Vorbeugungskonzept mit seperatem Eingang, Telefonnummer und Terminbuch an, da wir der Meinung sind, dass die Prophylaxe einen ganz wichtigen Stellenwert einnimmt und in professionelle Hände gehört.

Unser Leistungsangebot im Dentalhygienecenter sieht wie folgt aus:
  • Diagnodent - Kariesdiagnostik mittels Laser
  • Professionelle Zahnreinigung mit Air Flow®
  • Professionelle Prothesenreinigung
  • Kariesrisikotest (CRT)
  • Parodontitisrisikotest
  • Amalgamrisikoaustestung
  • Mundhygieneinstruktion "Wie putzt man Zähne richtig"
  • Ernährungsberatung
  • Fissurenversiegelung
  • Erstellung verschiedener Mundhygieneindices

Medizinischer Hintergrund

Prophylaxe in der Zahnheilkunde ist die Vorbeugung und somit Vermeidung von Zahn- und Zahnfleischerkrankungen und stellt ein wichtiges Standbein unserer Praxis dar. 

Beläge, bestehen aus Nahrungsresten, einer bakteriellen Flora und Speichel sind die für Karies und Zahnfleischentzündungen. Zur Vermeidung dieser Folgeerkrankungen ist eine regelmäßige und intensive Zahnreinigung durch den Patienten unumgänglich. Bleiben Beläge, auch Plaque genannt, länger bestehen, so können diese mineralisieren und es bildet sich Zahnstein. Dieser ist hart und kann nicht mehr durch einfache Zahnreinigung entfernt werden. Spätestens hier muss eine professionelle Zahnreinigung ansetzen, denn Zahnstein führt ebenfalls zu Zahnfleischentzündungen.

Die professionelle Zahnreinigung beinhaltet mehrere Arbeitsschritte. Zahnstein, der sich über- und unterhalb des Zahnfleisches bilden kann, wird mittels eines ultraschallbetriebenen Zahnsteingerätes entfernt. Im Anschluss wird manuell mit Handinstrumenten nachgearbeitet. Bräunliche und schwärzliche Ablagerungen, bedingt durch Tabakkonsum, Tee oder auch Kaffee können nur mit dem Air-Flow®, einem Pulverstrahlgerät beseitigt werden. 
Den Abschluss der professionellen Zahnreinigung bildet die Politur der Zähne, um eine erneute Anhaftung von Belägen zu erschweren und um somit die Zahnreinigung durch den Patienten zu erleichtern. Auf Wunsch des Patienten kann eine Fluoridierung der Zähne erfolgen, die eine sinnvolle Maßnahme darstellt. Die Fluoridierung fördert die Remineralisierung des Zahnschmelzes und macht ihn dadurch säurebeständiger gegen den "Bakteriellen Angriff". Ebenfalls kann eine Mundhygieneinstruktion folgen, bei der dem Patienten Reinigungsdefizite verdeutlicht werden und er die "richtige Putztechnik" erlernen kann. 

Auf Wunsch nehmen wir die Diagnodent-Kariesdiagnose mittels Laser vor. Mit KaVo DIAGNOdent kann jetzt versteckte Karies (auch zwischen den Zähnen) überall sicher, schnell und einfach aufgespürt werden. Das DIAGNOdent-Gerät unterstützt bestmöglichst und lückenlos beim Finden von
  • Approximalkaries ( zwischen den Zähnen )
  • Fissurenkaries ( auf der Kaufläche )
  • Glattflächenkaries ( Goldstandard )
  • Konkremente
  • DIAGNOdent nutzt mittels Laser die unterschiedliche Fluoreszenz gesunder und erkrankter Zahnsubstanz. So kommt man den allerfeinsten Läsionen auf die Spur. Kein Röntgen - keine Strahlenbelastung.
  • Zuverlässiger wie keine andere Methode. Und die gesunde Zahnsubstanz bleibt unberührt: keine Sonde, kein Kratzen, keine Beschädigung.

Features
  • Einfache, schnelle, schmerzlose und extrem zuverlässige Diagnosehilfe.
  • Höchste Trefferquote (90%) : Frühzeitige Feststellung von pathologischen Veränderungen z.B. Initialläsionen, Deminerlisationen, Karies etc.
  • Dadurch minimalinvasive und zahnerhaltende Behandlung möglich.
  • Unterstützung des Befundes durch optische und akustische Signale.
  • Flexibles und mobiles Gerät (Batteriebetrieb )
Bei Kindern steht anstelle der professionellen Zahnreinigung, das "Anfärben der Zähne" im Vordergrund. Hier werden die Zähne mittels einer speziellen Tinktur bestrichen. Beläge lassen sich so anfärben und leichter erkennen. Die Reinigungsdefizite werden im Anschluss gewertet (Beläge und Zahnfleischbluten) und dem jungen Patienten diese Mängel der Mundhygiene verdeutlicht. Ihm wird nun eine geeignete Putztechnik beigebracht. Der junge Patient kann jetzt das Erlernte anwenden und sich selbst die Zähne putzen. Verblieben Beläge werden durch unsere speziell dafür ausgebildete Helferin beseitigt. Den Abschluss bildet die Fluoridierung, die das gleiche Ziel wie beim Erwachsenen hat.

Teil der Prophylaxe beim Kind ist ebenfalls die Versiegelung von bleibenden Seitenzähnen. Seitenzähne haben auf ihren Kauflächen Vertiefungen, so genannte Fissuren, in den sich Beläge ansammeln können, welche nur bei intensiver Reinigung beseitigt werden. Diese Beläge können Karies zur Folge haben. Deshalb sollten die Fissuren mit einem dünnfließenden Kunststoff verschlossen werden. Dadurch kann das Kariesrisiko deutlich gesenkt werde. Die Fissurenversiegelung sollte gleich nach dem Durchbruch der Seitenzähne erfolgen.

Außerdem bieten wir eine Ernährungsberatung an, denn eine richtige Ernährung vermindert das Kariesrisiko erheblich.
Ein Kariesrisikotest ermittelt objektiv die Wahrscheinlichkeit eines zukünftigen Kariesbefalls und ist vor allem bei Kindern eine sehr sinnvolle Maßnahme.

Um Ihre Zahnreinigung zu verbessern bieten wir Ihnen in unserem Dentalshop Zahnreinigungsmittel an.

Als weiteren Service unserer Praxis begleiten wir Sie während der Schwangerschaft mit unserer Prophylaxe, um einer Schwangerschaftsgingivitis (Zahnfleischentzündung) vorzubeugen. Von diesem Moment an erhalten Sie einen individuellen Prophylaxepass, der an das Neugeborene weitergegeben wird und bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres geführt wird.


Halitosis: Mundgeruch

Definition
 
Mundgeruch entsteht durch flüchtige Schwefelverbindungen, in der Ausatemluft. Dazu zählen unter anderem Schwefelwasserstoff (H2S), 1,5-Diaminopentan und Methanthiol. Diese Stoffe entstehen z. B. durch die bakterielle Zersetzung von Nahrungsmittelresten.

Ursachen
 
Als Auslöser von Mundgeruch kommen vornehmlich lokale oder auch systematische Ursachen in Betracht. Die lokalen Ursachen – entweder in der Mundhöhle oder im Nasen-Rachen-Raum treten zu 80-90% auf.

Lokale Ursachen für Mundgeruch sind:
  • mangelnde Mundhygiene oder Zungenhygiene
  • schlechter Zahnstatus (Karies, Wurzelreste)
  • Essensrückstände (Größe: Reiskorn) im Oropharynx (Mundrachen; im Spiegel unsichtbar)
  • Genuss von Alkohol (selbst bei alkoholhaltigen Mundwassern)
  • Rauchen
  • Entzündungen der Mundschleimhaut und/oder des Zahnfleischs (Stomatitis, Gingivitis, ANUG, Mundfäule)
  • trockener Mund (ist schon bei normalen Sprechberufen weit verbreitet)
  • Entzündungen des Zahnhalteapparats (Parodontitis, parodontale Taschen)
  • andere Infektionen der Mundhöhle (z. B. Kandidose)
  • Infektionen im Nasen-Rachenraum (Sinusitis, Tonsillitis, Pharyngitis, Rhinitis, Pfeiffer-Drüsenfieber, Mandelsteine)
  • maligne Tumoren
  • Systemisch bedingter Mundgeruch kann entstehen durch:
  • Allgemeinerkrankungen, z. B.
  • Diabetes mellitus, Diabetisches Koma
  • Leberzirrhose
  • chronisches oder akutes Nierenversagen (Foetor uraemicus)
  • Nahrungs- und Genussmittel (Knoblauch, Alkohol)
  • schwefelhaltige Medikamente (Disulfiram, Dimethylsulfoxid)
Diagnostik
 
Halitose-Patienten können die Ausatemluft mittels Atemmessgeräten testen, da mit ihnen der Schwefelgehalt gemessen wird. Sie könnene den Geruch des eigenen Atems selbst nicht wahrnehmen, da der Geruchssinn nur auf Veränderungen der Konzentration eines Duftstoffes anspricht. Schnelltest: Ablecken des Handrückens, trocknen lassen des Speichels und daran riechen
Gaschromatographie mittels Halimeter (Messung der Konzentration flüchtiger Schwefelverbindungen)
ggf. internistische Untersuchung zum Ausschluss einer Allgemeinerkrankung
 
Therapie 
  • Therapie der Grunderkrankung, wenn möglich
  • Regelmäßige professionelle Zahnreinigung
  • Mundhygiene (Zahnbürste, Zahnseide, Zungenreiniger). Die Hauptmenge der „Geruchsbakterien“ sitzt auf dem Zungenrücken.
  • Nach dem Frühstück und nach dem Mittagessen Zähne putzen.
  • Häufig trinken, insbesondere Schwarztee, die in ihm enthaltenen Polyphenole, insbesondere das Flavonoid Theaflavin, behindern das Wachstum der Plaquebakterien.
  • Mundspülungen mit Salbeitee
  • Desodorierende (wie Chlorophyll) und antibakterielle Mundspüllösungen (Chlorhexidin, Cetylpyridiniumchlorit (CPC)). Chlorhexidin tötet sehr zuverlässig Bakterien im Mund ab, darf aber laut Medikamentenhinweis nur ca. zwei Wochen verwendet werden. Teilweise wird aber auch generell vor dem Gebrauch antibakterieller Mundspüllösungen abgeraten, da sie keinen Langfrist-Effekt haben, zudem die schützende Mundflora zerstören, und damit überhaupt erst gefährlichen Keimen die Verbreitung erleichtern.
  • Weiter kann mit einer noch zusätzlich zu verdünnenden 3-prozentigen Wasserstoffperoxidlösung therapiert werden. Hierzu wird ein Esslöffel Wasserstoffperoxid auf ein Glas Wasser (Verhältnis der Wasserstoffperoxidlösung zu Wasser mindestens 1:10) verdünnt und der Mund damit gespült. Die Lösung soll dabei nicht getrunken werden.
  • Entfernen der Essensrückstände aus dem Oropharynx vor dem Spiegel mit den Fingern (kurze Nägel sind von Vorteil) kann einige Minuten in Anspruch nehmen, da die Partikel nicht in jeder Stellung der Pharyngischen Muskulatur sichtbar sind. (Betroffene spüren die Partikel jedoch oft nur schwer.)
  • Häufiges Singen, denn durch die entstehende Vibration der Stimmlippen werden Essensreste gelöst.
  • Oft neigen Betroffene zum Überdecken des Geruchs durch den Dauerkonsum von Pfefferminzbonbons, Kaugummi oder Mentholpastillen oder die Verwendung kosmetischer Mundwasser. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen ist jedoch nur vorübergehend. Zuckerhaltige Süßigkeiten fördern bei Dauergebrauch Zahnkaries, Bonbons mit Zuckeraustauschstoffen wirken in großen Mengen abführend.