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Kieferorthopädie

Zahnspangen "In aller Munde"

Früher wurden sie schamhaft versteckt oder wurden Objekt von Hänseleien. Heute gehören Apparate zur Korrektur von Zahnfehlstellungen zum Alltagsleben von Jugendlichen dazu. Viele finden die Spangen und Bänder sogar modisch. Wer sie trägt liegt im Trend der Zeit. Die Hersteller dieser Geräte tun ihr Mögliches dazu. Es gibt sie in peppigen Farben, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Trotz der allgemeinen Akzeptanz könnte vielen Jungen und Mädchen die langjährige Behandlung erspart bleiben. Denn sehr häufig ist eine Zahnfehlstellungen nicht angeboren, sondern wird durch bestimmte ungünstige Verhaltensweisen erworben. 

Gebissentwicklung und Ernährung

Die Einflüsse am Kieferknochen und Zähnen beginnen bereits bevor ein Mensch das Licht der Welt erblickt. Ab der 6.Schwangerschaftswoche beginnen sich die Zahnanlagen zu entwickeln. Betriebs- und Baustoff erhält das heranwachsende Wesen dabei wie bei allen anderen Entwicklungsschritten auch aus der mütterlichen Nahrung.
Bei der Geburt sind schon alle so genannten Milchzähne im Kiefer angelegt, aber noch nicht in die Mundhöhle durchgebrochen. Mit dem 6.Lebensmonat erscheinen die ersten Zähnchen. Meistens sind es die unteren Frontzähne. Mit 2 ½ Jahren sind dann alle Milchzähne da.
Die Gebissentwicklung des Neugeborenen wird günstig beeinflusst, wenn es die Mutter stillt. Die Muttermilch enthält nämlich alle wertvollen Nährstoffe.
Außerdem ist das Saugen ein ideales Trainingsprogramm für die gesunde Ausbildung der Kiefer der Kleinen, denn die Mund- und Kiefermuskeln werden 60mal mehr beansprucht als beim mühelosen Trinken aus der Flasche. Das regelmäßige Stillen trägt auch dazu bei, ein Daumen-Nuckel-Bedürfnis beim Säugling zu reduzieren.
Sollte das Stillen nicht möglich sein, muss darauf geachtet werden, dass die Flaschennahrung frei von natürlichem und zugesetztem Zucker ist. Auch die Auswahl eines geeigneten Saugers ist wichtig: er sollte derb, kurz, geschmacksneutral, anatomisch geformt und kochfest sein.

Früher Milchzahnverlust hat Folgen

Sowie die ersten Zähnchen da sind, sollte mit der Zahnpflege begonnen werden. Zunächst genügt das spielerische Abwischen mit einem Wattestäbchen oder Mundtuch. Die Pflege der Milchzähne ist besonders wichtig, weil diese eine Platzhalterfunktion für die darunter aus dem Kiefer wachsenden bleibenden Zähne haben. Alle Zähne haben die Tendenz zu wandern.
Geht jetzt ein Milchmolar zu früh durch Karies verloren, wandert und kippt der erste bleibende Backenzahn nach vorn.
Die Milchzähne müssen immer vom Zahnarzt kontrolliert, und wenn sie schon Karies oder andere Defekte haben mit einer guten Füllung versorgt werden. Dann halten sie solange aus, bis der darunter liegende bleibende Zahn kurz vorm Durchbruch ist. Der kann dann ungehindert und gerade in die freigehaltene Lücke hinein wandern.

Vom Nuckeln und Lutschen

Kinder nuckeln allgemein gerne am Daumen, an Schnullern oder an Bettzipfeln. Das beruhigt zur Freude besorgter und genervter Eltern. In den ersten 2 Jahren ist das Nuckeln auch normal und aus ärztlicher Sicht unbedenklich. Doch dann muss langsam entwöhnt werden. Dauerhaftes Lutschen führt beispielsweise dazu, dass die oberen Frontzähne nach vorne und die unteren Frontzähne nach hinten gedrückt werden, weil die Knochen der Kinder auch leicht verformbar sind. Gewohnheitsmäßiges Lutschen, Beißen oder Kauen gehört zu den häufigsten Ursachen für eine fehlerhafte Entwicklung des Gebisses. Abgesehen von der oft entstellenden Wirkung auf das Aussehen haben diese Kinder häufiger Probleme beim Abbeißen. Zahnbetterkrankungen werden begünstigt, Atmungs- und vor allem Sprachprobleme treten auf. 
Als Hilfe bei der Entwöhnung dieser Gewohnheiten dient die Mundvorhofplatte. Sie sorgt für einen ausgewogenen Lippen- und Zungendruck, so dass eine Fehlstellung der Zähne vermieden wird. 

Behandlung- wann und wie?

Zeigt sich bei einem Kind Gebissfehlbildungen, sollten die Eltern mit ihm so früh wie möglich einen kieferorthopädisch erfahrenen Arzt aufsuchen. Nur er kann über den richtigen Zeitpunkt und die Methode der Behandlung entscheiden.
Die kieferorthopädische Behandlung beginnt in der Regel beim Wechselgebiss. Das heißt in dem Zeitraum, wo sich die bleibenden Zähne und die Milchzähne abwechseln. Bei der Behandlung macht man sich den Zustand zunutze, dass sich Zahnhalteapparat und Knochen auf Belastungen hin verändern. Diesen Knochenumbau bewirken kieferorthopädische Apparate, indem sie mit Hilfe von Gummizügen und Drähten, Druck oder Zug in eine bestimmte Richtung am Zahnhalteapparat und Knochen ausüben.

KFO-Apparate und wie man sie pflegt

Es gibt eine Vielzahl verschiedener kieferorthopädischer Apparate, beispielsweise der Aktivator, der auf die Stellung der Kiefer zueinander einwirkt. 
Die Dehnplatte, auch Zahnspange genannt, ist eine zweigeteilte Kunststoffplatte. Sie wird mit Hilfe einer Schraube auseinander gedrückt und dehnt damit auch den Kiefer. Herausnehmbare kieferorthopädische Geräte müssen regelmäßig außerhalb des Mundes, am Besten mit einer Zahnbürste gereinigt werden. 
Es gibt auch festsitzende so genannte Multibandapparate, die mit Brackets an den Zähnen befestigt werden. Diese Brakets, so bezeichnet sie der Zahnarzt, sind aus Kunststoff, Keramik oder Stahl. Mit dieser Technik können schwierige Zahnbewegungen besser als mit herausnehmbaren Spangen, ganz gezielt gesteuert werden. Die Multibänder sind jedoch schwieriger sauber zuhalten, weil es zusätzliche Ecken und Nischen, Drähte und Gummizüge gibt. Sie erfordern deshalb bei der Zahnpflege eine noch größere Disziplin, als ohnehin schon nötig ist. Ohne verstärktes Putzen und Fädeln geht es nicht. Denn was nützen am Ende die geradesten Zähne, wenn sie kaputt sind.

Wer durchhält wird belohnt

Eine kieferorthopädische Behandlung kann mehrere Jahre dauern, da der biologische Umbau der Gewebe nur sehr langsam vor sich geht. Ausdauer und Geduld sind gefordert. Wenn der Patient gut mitarbeitet und die Anweisungen des Arztes befolgt, werden auch in schwierigen Fällen erfreuliche Erfolge erzielt.